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Samstag, 30. September 2017

Die Blutschule von Max Rhode

Lübbe
Wer ist eigentlich dieser Max Rhode? Ein ganz neuer und unbekannter Krimiautor aus Berlin, der sich lieber von den sozialen Netzwerken fernhält oder kommt er uns als Leser eventuell doch irgendwie bekannt vor? 
Handlung: Simon Zabrowski, der Ich - Erzähler, befindet sich in einer psychiatrischen Einrichtung und erzählt in seinem Patiententagebuch die Geschichte seiner Kindheit: Als Simon 12 Jahre alt war, mussten er und sein ein Jahr älterer Bruder Mark mit ihren Eltern aus Berlin wegziehen, weil die Firma von Simons Vater pleitegegangen ist. Ihr neues Zuhause ist das Elternhaus von Simons Vater. Irgendwo im Nirgendwo. Direkt an einem großen See. Doch irgendwas stimmt mit diesem Ort nicht. Wieso hat zum Beispiel der Tankstellenbesitzer Kurt wahnsinnige Angst vor der Teenager-Clique des Orts? Schnell müssen Simon und Mark am eigenen Leib erfahren, dass die einheimischen Jugendlichen durch und durch böse sind und Spaß daran haben, andere leiden zu sehen. Als wäre das nicht genug, machen sie Bekanntschaft mit dem Stotter-Peter, der angeblich pädophil ist, in einem selbstgezimmerten Baumhaus im Wald lebt und ihnen eine beängstigende Ortslegende über einen Seelenspiegel erzählt. Nach einiger Zeit scheint dieser merkwürdige Ort auch Simons bisher durch und durch liebevollen Vater zu verändern. Zwei Wochen vor Ende der Sommerferien nimmt er dann seine beiden Söhne mit auf eine kleine verlassene Insel mitten im See, um sie dort zu einer ganz besonderen Schule zu bringen. In dieser Schule stehen Dinge auf dem Lehrplan, die man sonst in keiner anderen Schule lernt: Fährten lesen. Fallen stellen. Töten. 
Fazit: Alles in allem hat mir das Buch zwar ganz gut gefallen, doch es hat nicht geschafft mich zu fesseln und mitzureißen. Mir gefallen Thriller immer besser, wenn es nicht nur Gewalt gibt, sondern das Ganze auf psychologische Weise gruselig ist. Außerdem kann ich mich immer schwer mit übernatürlichen gruseligen Ereignissen anfreunden. Wenn die ganze Geschichte zwar erstmal total abgedreht erscheint, am Ende aber eine logische Auflösung hat, sodass es sich wirklich so ereignen könnte, finde ich es viel gruseliger und spannender als wenn es auf übernatürlichen Geschehnissen beruht. Da sich Simon Zabrwoski in einer psychiatrischen Einrichtung befindet, gibt es natürlich für jeden Leser einen gewissen Spielraum, ob er die gesamte Geschichte für bare Münze nimmt oder es als Produkt der psychischen Störung des Patienten auslegt. Dennoch konnte es mich leider nicht ganz packen. Auch die Geschichte selbst braucht sehr lange, um wirklich zum eigentlichen Kern, der schon im Klappentext beschrieben wird, vorzustoßen.
Insgesamt erinnert der Schreibstil schon an Sebastian Fitzek, doch ist es nicht das, was mir sonst an einem Fitzek so gut gefällt. Aber der Autor ist eben ja auch nicht Sebastian Fitzek, sondern Max Rhode. Vielleicht liegt ja gerade dort mit Absicht der Unterschied. :P Insgesamt bekommt die Blutschule von mir 3 von 5 Sternen und ich bin sehr gespannt, was das "Joshua-Profil" für uns bereithält.

Titel: Die Blutschule
Autor: Max Rhode 
Seitenzahl: 256 Seiten
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe
Neupreis: 12,99€

Erscheinungsdatum: 08.Oktober 2015
Hier geht es zu einer Leseprobe, am rechten Bildschirmrand könnt ihr umblättern. 
Das Joshua-Profil erscheint übrigens am 26. Oktober - hier geht's zur Verlagsseite.

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